2bi das erste Mal im Waldklassenzimmer

Schuljahr:

Die Kinder steckten als Schutz gegen die Zecken die Hosenbeine in die Socken – und los konnte es gehen.

Die Klasse 2bi machte sich mit der Tram 25 auf den Weg ins Waldklassenzimmer. Von der Haltestelle Menterschwaige ist es nur ein kurzes Stück durch den Wald zum „Unterrichtsraum“.

Wir haben diesmal eine Weinbergschnecke gesehen, eine Mönchsgrasmücke und weitere Vögel gehört, einen Käfer in der Becherlupe betrachtet und viele Pflanzen und Bäume kennengelernt, z.B. den gerade blühenden Sauerklee.

Nach Erkunden des Unterrichtsraums, dem Kennenlernen des „Natur-WCs“ und dem Abgrenzen des Raums mit farbigen Tüchern, startete der Unterricht.

Für die erste Aufgabe mussten die Kinder in kleinen Gruppen ein Wald-ABC erstellen. Für manche Buchstaben ließ sich wirklich nichts finden, aber alle SchülerInnen erweiterten ihren Wortschatz mit vielen Waldwörtern: Jahresringe, Fichte, Lärche, Moos,…

Nach einer Brotzeitpause (Wald macht hungrig!) fand Mathematik in Form eines Sternenparcours statt, bei dem die Kinder rechnen mussten und das Ergebnis die nächste Station lieferte. Die Aufgaben hingen durcheinander und im Waldklassenzimmer verteilt, so dass auch der Sport nicht zu kurz kam.

Ein Blaumeisen- Sprechkanon, Freispiel-Zeit und ein Gruppenspiel rundeten den Tag ab, denn wir mussten rechtzeitig zum Mittagessen (Heiß ersehnt, denn Wald macht hungrig!) zurück sein. Es war wirklich schön zu sehen, dass einige Kinder auf dem Rückweg bereits herumliegenden Müll einsammelten und in unseren Müllbeutel warfen. Sie hatten die Regel „Wir bringen nichts in den Wald hinein und nehmen nichts daraus mit.“ schon so verinnerlicht, dass sie auch fremder Müll zurecht störte. Die „Nicht sprechen – nur schauen und lauschen“ Challenge für den Rückweg schafften wir erstaunlich gut.

Für uns Lehrerinnen war es besonders interessant zu beobachten, welche Herausforderung die Bewegung auf dem unebenen Waldboden für fast alle Kinder darstellte: Wir haben noch nie so viele Kinder hinfallen und ohne Weinen wieder aufstehen sehen. Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch im Zweitklassenzimmer.